
„In der Nacht, bevor ich zur Welt kam, haben meine Eltern und Großeltern über meinen Namen nachgedacht. Währenddessen lief im Fernsehen
„Winnetou“ und da hat meine Großmutter gesagt: ‚Wenn es ein Junge wird, soll er Vinetu heißen.‘“ Es wurde ein Junge und er kam in Bor,
im Osten Serbiens zur Welt. Mit siebzehn ist Vinetu gemeinsam mit seinem Bruder und seiner Mutter nach Deutschland emigriert. Sie sind
nach Warendorf in Nordrhein-Westfalen gezogen, wo Vinetu für 2,50 DM pro Stunde im Park gearbeitet hat. „In dem Haus, in dem wir wohnten,
gab es auch Pakistanis, die dann einmal bei uns eingebrochen sind. Sie wussten, dass wir 3000 DM vom Sozialamt bekommen hatten und haben
die ganze Wohnung verwüstet. Aber das Geld haben sie nicht gefunden, das hatte ich bei mir. Dann wollten wir nicht mehr da bleiben. Wir
sind in den Zug gestiegen und wieder nach Bor gefahren.“